Donnerstag, 1. Januar 2015
Auf ein Neues
Weinachten war in diesem Jahr erstaunlich ruhig. Kein "Heile-Welt-heilige-Familie" Gehabe. Kein "wir-gehen-uns-schon-zum-Essen-so-auf-den-Keks-das-wir-uns-nur-betrunken-ertragen". Nur dbMva und ich. Gemeinsam kochen, spazierengehen, reden, lachen, diskutieren. Einfach entspannend.
Nur leider, leider haben diese zwei Wochen bei weitem nicht ausgereicht, um den Stress aus dem Kopf und Körper zu bekommen. Ja, ich war entspannter, als ich wieder fahren musste. Aber so richtig entspannt war ich schon lange nicht mehr.
Montag, 29. Dezember 2014
Nein, nein.
Am 27-Dez-2014 sah das allerdings ganz anders aus, als er und ich morgens aufstanden. Ganz Frankfurt lag unter einem weißen Laken. "Das bleibt es eh nicht liegen" sprach er und lehnte sich zurück.
Am 28-Dez-2014 haben wir uns dann morgens auf den Weg in den Stadtwald gemacht haben. Was soll man bei so einem geilen Wetter auch sonst machen, als die Schönheit der Natur zu geniessen? Und dbMva einen Schneeball in den Nacken werfen, weil das Zeugs doch liegen geblieben ist?
Freitag, 19. Dezember 2014
the day after
Vorhin hatte ich nun mein „Abschlußgespräch“ mit meinem jetzt-dann-Ex-Chef. Sehr emotional, sehr traurig, sehr wehmütig.
Dabei sind viele Dinge auf den Tisch gekommen, die in den letzten 12 Monaten so im Zusammenhang mit meinem jetzt-noch-Teamleiter passiert sind. Sei es das wegnehmen von Aufgaben, sei es der fehlende wertschätzende Umgang, sei es die Tatsache dass er mich wie eine Dreijährige vor Kollegen abgekanzelt hat. Vieles war meinen jetzt-dann-Ex-Chef offensichtlich nicht bekannt (wie auch?). Er es sich jedenfalls notiert und wird dann mit meinem jetzt-noch-Teamleiter-zukünftig-dann-Chef darüber reden.
Ich wage zu bezweifeln, dass sich daraus für mich dann zukünftig Vorteile ergeben. Aber vielleicht erfahre ich dann endlich mal, was ich wirklich darf oder eben nicht. Ob ich auch zukünftig meine Stelle als technische Assistenz (als die ich eingestellt wurde) tatsächlich ausüben darf, oder ob ich mich mit der Degradierung zur demütigen Labormaus zufrieden geben muss.
Es wird sich ebenso zeigen, wie gravierend die Aussage „Wir bauen fest auf Sie“ sein wird. Ob ich den Laden mehr oder weniger alleine schmeißen muss, mit wechselnden Aushilfen. Die zwar da sind, aber die gesamte Anwesenheitszeit Betreuung benötigen und mir damit meine Zeit stehlen. Oder ob ich eine zweite, festangestellte Kraft bekomme, die mich nach ein paar Monaten dann doch entlastet.
Natürlich müssen sie auf mich bauen. Auf wen denn auch sonst? Ich bin ja die einzige Arbeitskraft, die ihnen geblieben ist. Ein Ein-Frau-Team hat eben nur eine Person, auf die man bauen kann. Ich schätze, das wird dann wohl demnächst wieder einmal zu einem Gespräch mit dem Betriebsrat führen. Denn ich werde hier den Laden nicht alleine schmeißen. Dazu gibt es zu viel Arbeit, als das eine einzelne Person das alleine schaffen kann.
2015 wird hart. Sehr hart. Emotional, mental, körperlich.
Ich habe jetzt schon keine Lust mehr auf das kommende Jahr.
Könnte ich das bitte überspringen und gleich in 2016 ankommen?
Donnerstag, 18. Dezember 2014
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir . . .
"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!"
Und ich lächelte und war froh.
Und es kam schlimmer . . .
Soeben (18-Dez-2014, 09:14 Uhr) kam die Info aus der Hierarchie, das mein Teamleiter ab 01-Jan-2015 der Nachfolger meines bisherigen disziplinarischen Vorgesetzten werden wird, da dieser eine neue Rolle innerhalb unserer Abteilung antreten wird.
Und ja, Herr Zaubermann, das Jahr 2015 hat jetzt schon verloren. Aber sowas von. Das kann gar nicht mehr gewinnen.
Und ja, Herr Zaubermann, ich schreibe bereits seit Monaten Bewerbungen. Immer und immer wieder. Seit Januar über 50. DFavon waren dann 6 von einem Minimalerfolg gekrönt - einem Vorstellungsgespräch. Welches allerdings immer wieder (und öfter) an meinem Alter und meinem derzeitgen Jahresgehalt gescheitert ist.
Nicht, das ich nicht bereit wäre auf locker mal 30% davon zu verzichten, nur um diese Stellen zu bekommen. Aber diese Einstellung ist den (möglichen) Vorgesetzten vollkommen suspekt. Man kann doch nicht freiwillig auf Gehalt verzichten, nur um eine Stelle zu bekommen. Das kann doch nicht sein.
Ich habe bereits einen Bewerbungscoach gefunden, welchen ich auch kontaktiert habe. Einfach um einen weiteren Schliff zu bekommen. In der Hoffnung, das ich in absehbarer Zeit gehen kann.








