Dienstag, 3. Juni 2014

... traurig ...

Die OP ist inzwischen gut 20 Tage her und es geht mir so lala. Allerdings nicht wegen meines Knies, sondern aufgrund der Mail die ich vom Mann an meiner Seite erhielt. In der es darum ging, das ich Probleme habe mit meiner Matratze und mit den daraus resultierenden Rück-/Nackenschmerzen. Leider fand sich dann auch noch folgender Satz in eben diesem Mail:

"Wenn mir die Nähe gegen Ende ein wenig zu eng wurde, ist mir die Ferne im Augenblick zu weit."

Wieso sagt er mir nicht, das er sich eingeengt gefühlt hat durch meine Anwesenheit? Ja, es waren definitiv ungeplante 3 Wochen, die ich in sein Leben eingebrochen bin. Wochen, die eine Ausnahmesituation darstellten für uns beide. Aber ich wollte ihn nie einengen. Nichts läge mir ferner als das. Und doch ist genau das passiert. Und das tut mir weh, zumal er derjenige ist, der das Thema "Zusammenziehen" immer wieder mal zur Sprache bringt.

Wie soll das denn seiner Meinung nach funktionieren?
Zusammen wohnen/leben - aber ohne Nähe?
Macht es einfach alles nicht besser.

Auch das Problem mit seiner Mutter war immer wieder mal Thema. Eigentlich ist es ein immer wiederkehrendes Thema. Sein Bruder hat der Mutter versucht klarzumachen, wie verletzend ihr Verhalten ist mir gegenüber. Und das ihr Ältester nun einfach die Nase gestrichen voll hat davon. Ich weiß, das sie am letzten Wochenende mehrfach versucht hat, ihn anzurufen, er aber keinen der Anrufe angenommen hat.

Er hat für sich scheinbar beschlossen, das sie es eben auf die harte Tour lernen soll, das sie sich mir gegenüber anders zu verhalten hat. Einerseits finde ich das unglaublich schön, das er sich so konsequent auf/an meine Seite stellt. Andererseits möchte ich keinen Keil in diese Familie treiben. Ich kenne das Scheißgefühl einfach nur zu gut, wenn sich der Partner dann für die Familie (Mutter) entscheidet und man selber die goldene Arschkarte bekommt. Und das will ich nicht noch einmal erleben.

Zum Thema "Zusammenziehen" gibt es noch weitere Probleme. Wir diskutieren immer und immer wieder über meinen derzeitigen Mietvertrag. Welchen ich aber schlicht und ergreifend nicht finden kann. Alleine die letzte Nacht habe ich bis morgens um kurz nach 2 die Bude auf den Kopf gestellt, nur um diesen dämlichen Mist zu finden. Wieder einmal erfolglos. Dann gibt es Diskussionen, weil er meine Aussagen hinsichtlich des Inhaltes in Zweifel zieht. "Hab ich ja noch nie gehört."

Sorry, bMvA. Langsam bin ich es leid.

Ich WEIß, das meine Vermieterin nur eine Kopie besitzt und kein Zweit-Original. Ich WEIß, das es handschriftliche Nachträge in ihrer Kopie gibt. und ja . . . Ich WEIß, das ich das verdammte Original bald mal finden muss.

Ja, das habe ich ihm auch mehrfach gesagt. Nun ist er verletzt und nennt sich "wieder mal der Schuldige" und deswegen fühle ich mich Scheiße. Ich gebe ihm keine Schuld an der derzeitgen Situation. Und was in der Vergangeheit mit meiner Vorgängerin schief gelaufen ist in dieser Hinsicht, kann und will ich nicht beurteilen (müsssen). Ich merke nur, das da einiges im Argen liegt. Und das ich diejenige bin, die das ertragen muss.

Alles in allem eine vertrackte Situation, aus der ich noch keinen Ausweg gefunden habe.

Ja, ich weiß, das die ganze Sache mit meinem Knie ihn unsäglich belastet hat. Und das er sich viel, viel merh Sorgen deswegen gemacht hat als ich mir selber. Aber die OP ist vorbei, die Physiotherapie läuft und ich bin wieder ziemlich mobil. Das sind doch gute Neuigkeiten. Und auch ein sehr guter Fortschritt. Die OP ist grade mal 20 Tage her - und ich arbeite wieder Vollzeit. Das sind doch gute Neuigkeiten.

Worüber macht es sich immer noch Gedanken? Ich versteh es nicht. Er sagt es mir aber irgendwie auch nicht.

Vielleicht bin ich auch einfach nur zu blöd, es zu verstehen.

Kommentare:

  1. Hallo Matilda,
    verstehe wenig von den erzählten seelischen, gefühlten Familien- und Beziehungsproblemen. Einmischen geht sowieso nicht ....
    .... Verstehen geht! Ich bin in zweiter Ehe verheiratet und bekam sackweise Altlasten mit ab. Da helfen nur starke Verbündete an der Seite!

    Herzliche Grüßle von Heidrun

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  2. Hallo Mathilda,

    wie geht's Dir denn inzwischen? Hat sich Dein Knie beruhigt?

    Liebe Grüße, Ruthy

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  3. Liebe Mathilda, ich hab Dich zwar schon öfter in Zaubermanns Kommentaren gesehen, habe mir aber erst heute Deinen Blog angeschaut und mich irgendwie festgelesen.
    Und ich würde gern "hierbleiben" und weiterlesen.
    Die Nähe und die Ferne, die Du hier in diesem Post beschreibst... Sei bitte nicht traurig, dass er so empfand und es Dir auch nicht gleich sagte. Wenn man längere Zeit allein lebt, gewöhnt man sich so daran, dass es gar nicht so einfach ist, sich an etwas anderes zu gewöhnen, auch mit dem geliebtesten Menschen nicht. Ich führe seit 7 Jahren eine Fernbeziehung (400 km), die wir jetzt im August durch das Zusammenziehen beenden wollen: Es wird spannend, und ich habe ganz schönen Respekt davor, denn zunächst werden wir in seiner 2-Zimmer-Wohnung bleiben. Viel zu wenig Raum für uns beide, aber erst mal nicht anders möglich. Der neue Raum soll entschieden größer werden, damit jeder sich auch mal zurückziehen kann.
    Dass er es Dir nicht gesagt hat, als Du noch bei ihm warst, war bestimmt nur aus Rücksicht Dir gegenüber. Nach einer OP und so will man nicht darüber diskutieren, ob eine Situation gerade bisschen beengend wird, das hätte Dich doch da nur noch mehr belastet. Und als Du wieder fort warst, hast Du ihm gefehlt: Ich finde das unterm Strich verdammt positiv.
    Alles Gute für Dich und für Euch.
    Und ich finde es wirklich richtig schön, dass sein Bruder so zu Dir steht. Wie Erica schon schrieb: In "schlechten" Zeiten braucht man starke Verbündete. Ohne dass man deswegen gleich einen Keil in andere Bindungen treibt.

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    1. Hallo und herzlich Willkommen, Helma. Schön, dass du den Weg vom Zaubermann hergefunden und gleich einen Kommentar hier gelassen hast. Und noch schöner finde $ich es, mit dir jemanden als Leser zu haben, der weiß wie schwer es in einer solchen Fernbeziehung sein kann.

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Punkt.

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