Donnerstag, 5. Mai 2011

30 Monate

Ende nächster Woche sind es 30 Monate, das Frau Matilda von Mr. Muttersöhnchen in die Wüste geschickt wurde. Schriftlich, ohne großartiges Bedauern. Einfach ein „ich kann nicht mehr an zwei Fronten kämpfen, also musst du gehen“ in einer E-Mail mittags um 11 Uhr.

Und das war’s.

Kein klärendes Gespräch beim Anruf, kein Wort des Bedauerns, der Trauer, oder irgendetwas das darauf schließen ließ, das es ihm irgendwie leid getan hat, wie er das abgehandelt hatte.

30 Monate
1182 Tage

Eine verdammt lange Zeit.

Eine Zeit, in der frau aber auch irgendwie klar geworden ist, das sie ohne einen Partner leben kann. Das sie damit manchmal sogar besser leben kann, weil sie niemandem Rechenschaft ablegen muss über die Zeit, die sie irgendwo mit irgendwem verbringt. Das sie zwar das Zusammensein mit einem Mann vermisst, aber nicht um jeden Preis der Welt mit jemandem zusammen sein MUSS um jemand zu sein, oder um „vollständig“ zu sein. Das es wichtig ist Freunde zu haben, aber nicht an einen einzigen Menschen gebunden zu sein.

Ja, frau ist verliebt, richtig böse verliebt mit Hummeln im Hirn und Schmetterlingen im Bauch. Und es tut weh zu sehen, das frau eben nicht einfach so angenommen wird wie frau eben nun einmal ist. Mit ihrer auffälligen Körperlichkeit, ihrem Übergewicht, ihrem Wesen, das sich unter diesem Körperpanzer verbirgt. Männer sind Augentiere, die besser schauen als denken können. Das ist bekannt, und auch kein Vorurteil.

Und trotzdem - irgendwo wird sicher jemand sein, der mich so annimmt wie ich bin. Irgendwann wird er mir begegnen. Irgendwann - und wenn es noch mal 30 Monate dauert - wird dieser Scheißprinz auf seinem weißen Gaul erscheinen.

Bis dahin habe ich viel Zeit mir mein Leben so einzurichten, wie ich es für richtig halte. Und in dieses Leben wird er dann passen müssen. Wenn nicht, dann eben nicht. Ich bin 41 (noch). Das ist einfach zu alt, um unnötige Kompromisse einzugehen die auf tönernen Füßen stehen und zu denen ich im Moment auch nicht mehr bereit bin.

Ich weiß,
das ich auch ohne Partner etwas wert bin,
das ich auch ohne Partner leben und überleben kann,
das ich auch ohne Partner Spaß am Leben habe.

Klingt nach Selbstmotivation.
Aber ich glaube aus tiefstem Herzen daran.

Nur werde ich aufhören zu schauen ob der oder der was für mich sein könnte und/oder an etwas festzuhalten, das zuviel Kraft kostet. Ich habe mich an einen Buchtitel erinnert, den ich mal gesehen habe: „Wenn es verletzt, ist es keine Liebe“. Es hat damals vor 30 Monaten verletzt, so behandelt zu werden von jemandem, den man mal wirklich von Herzen geliebt hat. Und es verletzt auch heute, weil ich momentan meine Gefühle an jemanden hänge, der mich nicht will so wie ich bin. Der mich zwar als Freundin schätzt, aber eben nicht als Partnerin sehen kann und/oder will.

Ich bin so oft in meinem Leben verletzt worden, oder habe mich durch meine Wünsche (Träume) selber verletzt - ich will das nicht mehr.

Kommentare:

  1. Oje , was nen shit Tag. Zu viele Gedanken, fast ne Depristimmung.
    Ich bin paar Monate länger sozusagen allein und vergnüge mich ab und zu mit jemanden den ich nur für schöne Stunden habe, ohne Gefühl, einfach Spass.
    Das jemand kommt der Dich nimmt wie Du bist, ja da bin ich mir sicher, aber wir durfen nicht schauen, suchen oder lauern, nein irgendwann steht er da und Du wirst es merken, ganz bestimmt.
    Wann haste denn wieder nen Jahr geschafft ? Die 2 nach der 4 ? Kann ja nicht mehr lang sein, wenn Du so schreibst..:-)))

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  2. ist nicht mehr so lange hin bis zur 2 nach der 4 ... leider ... frau wird nicht jünger.

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Punkt.

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